Windbergbahn mit Haltepunkt Schloss Burgk

OberbĂŒrgermeister Uwe Rumberg
OberbĂŒrgermeister Uwe Rumberg beim Geben des Abfahrtssignals auf dem neuen Bahnsteig

Als Projekt zum 100. Stadtgeburtstag von Freital in diesem Jahr hat der Windbergbahn e. V. in den vergangenen drei Monaten einen Gleisabschnitt im Bereich Leisnitz instandgesetzt. Entstanden ist dabei in Zusammenarbeit mit der Stadt Freital ein neuer Bahnsteig fĂŒr den Museumbahntrieb. Dieser heißt ab sofort „Haltepunkt Leisnitz – Schloss Burgk“. Sowohl der Verein als auch die Stadt Freital und das nahe gelegene Entdeckerland Oskarshausen setzen auf Synergieeffekte von denen alle Seiten mit ihren vielfĂ€ltigen Attraktionen profitieren können.

Holger Demnitz und Freitals OberbĂŒrgermeister Uwe Rumberg
Vereinsvorsitzende Holger Demnitz und Freitals OberbĂŒrgermeister Uwe Rumberg bei der EnthĂŒllung des Stationsschildes

„Über die letzten Jahrzehnte gab es hier nur einen Behelfsbahnsteig. Der war völlig zugewachsen, die EntwĂ€sserungsgrĂ€ben zugespĂŒlt und zugewachsen, Schienen, Schwellen und Gleisschotter in einem sehr schlechten Zustand. Im Zuge des bevorstehenden 100. Stadtgeburtstages wurde die Idee geboren, die ohnehin geplanten Gleisabschnittsinstandsetzungen mit einer ErtĂŒchtigung des bestehenden Behelfsbahnsteiges und Verbreiterung des BahnĂŒbergangs zu verbinden“, erklĂ€rt Vereinsvorsitzender Holger Demnitz. Auch ein passendes Stationsschild, BĂ€nke, Abfallkörbe und eine Infotafel gehören zur Ausstattung des Bahnsteiges.

Haltepunkt „Leisnitz – Schloss Burgk“
Ein-/Ausfahrtsituationen eines Zugs der Windbergbahn am neuen Haltepunkt „Leisnitz – Schloss Burgk“.

Die Arbeiten am 39 Meter langen Haltepunkt wurden im Zuge einer Projektförderung anlĂ€sslich des StadtjubilĂ€ums durch die Stadt Freital finanziell unterstĂŒtzt. Ein grĂ¶ĂŸerer Teil wurde darĂŒber hinaus durch die Sponsoren des Vereins in Form von Sach- und Arbeitsleistungen abgedeckt und zusĂ€tzlich in ĂŒber 700 Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder erbracht.

„Ein großer Dank gilt allen AusfĂŒhrenden, welche mit viel Liebe und Engagement bei der Sache waren sowie den UnterstĂŒtzern, durch deren Hilfe dieses Projekt zum 100. Stadtgeburtstag der Stadt Freital verwirklicht wurde. Ich habe grĂ¶ĂŸten Respekt davor, wie der Verein und alle Beteiligten nicht mĂŒde werden, dieses Denkmal zu erhalten und wieder erlebbar zu machen. Es ist zugleich ein wichtiger Baustein fĂŒr die touristische Vielfalt unserer Region“, ergĂ€nzt OberbĂŒrgermeister Uwe Rumberg bei der Einweihung des Haltepunktes.

„Neben den zahlreichen Sponsoren und Ehrenamtlichen möchte ich mich auch bei den Anwohnern bedanken, die uns mit dem einen oder anderen Kaffee und Kuchen sowie selbstgebackenen Keksen so manchen Arbeitseinsatz versĂŒĂŸt haben“, fĂŒgt der Vereinsvorsitzende Holger Demnitz hinzu. Ein interessantes Detail machte der Verein am Rande auch noch ausfindig: Bereits 1924, also kurz nach der GrĂŒndung der Stadt Freital, wurde durch den damaligen OberbĂŒrgermeister Carl Wedderkopf ein Antrag zum Bau eines Haltepunktes Leisnitz gestellt. Damals durch die zustĂ€ndige Behörde abgelehnt, kann Freital fast 100 Jahre spĂ€ter zum StadtjubilĂ€um nun doch noch einen solchen Haltepunkt vorweisen.

Mit dem Haltepunkt „Leisnitz – Schloss Burgk“ stellt die Windbergbahn den Bezug zum im Schloss Burgk befindlichen Museum zur Regional- und Bergbaugeschichte, Technikgarten, Untertagewelt und dem Besucherbergwerk „Tagesstrecke Oberes Revier Burgk“ erlebbar her. An den Fahrtagen fungieren Kleindieselloks mit dem Aussichtswagen jeweils vom Bahnhof Dresden-Gittersee als PendelzĂŒge in Richtung des neuen Haltepunkts.

DarĂŒber freut sich insbesondere auch die Leiterin der StĂ€dtischen Sammlungen auf Schloss Burgk, Kristin GĂ€bler. „Welches Museum hat schon einen eigenen Bahnanschluss. In der Zusammenarbeit steckt viel Potenzial. Ich denke, wir werden das in den kommenden Monaten weiter vertiefen und Möglichkeiten fĂŒr gemeinsame Aktionen finden.“ Ein erster Beitrag ist ein von der Stadt erstellter Flyer, der am Haltepunkt ausliegen wird und neben den Angeboten im und am Schloss auch eine Wegbeschreibung der kurzen Strecke enthĂ€lt. Eine Markierung der Route wurde vorgenommen.

Windbergbahn
Ein-/Ausfahrtsituationen eines Zugs der Windbergbahn am neuen Haltepunkt „Leisnitz – Schloss Burgk“.

Der Windbergbahn e. V. ist der Ă€lteste regelspurige Museumseisenbahn-Verein Sachsens und bemĂŒht sich mit enormen ehrenamtlichen Einsatz um die betriebsfĂ€hige Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der 1856 erbauten Ă€ltesten deutschen Gebirgsbahn, wegen ihrer engen Kurvenradien auch SĂ€chsische Semmeringbahn genannt. Ziel des Vereins ist die Widerherstellung der gesamten etwa sechs Kilometer langen Strecke vom Bahnhof Dresden-Gittersee bis zum Bahnhof Freital-Birkigt und ein regelmĂ€ĂŸiger Museumsbahnbetrieb. Die Eisenbahnstrecke wurde 1980 zum technischen Denkmal erklĂ€rt und hat auch einen erheblichen Anteil zur Freitaler Stadtentwicklung beigetragen. Einst erbaut zur Steinkohleabfuhr, daher der ursprĂŒngliche Name „HĂ€nicher Kohlezweigbahn“, hat sie bis heute in vielen Bereichen nicht an Bedeutung verloren.

Geplante Fahrtage der Windbergbahn:
4. Juli, 4. und 5. sowie 11. und 12. September, 2. und 3. Oktober

Kontakt
SĂ€chsischer Museumseisenbahn Verein Windbergbahn e.V.
Bahnhof Dresden-Gittersee
Hermann-Michel-Straße 5
01189 Dresden
Telefon: 0351 4013463
E-Mail: info@windbergbahn.de
Internet: www.saechsische-semmeringbahn.de

Quelle: Stadt Freital / Tilo Harder

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