Deuben zĂ€hlt zu den drei GrĂŒndungsgemeinden, die sich 1921 zur Arbeiterstadt Freital zusammenschlossen. Bereits etwa 540 Jahre zuvor erschien Deuben erstmalig auf einer Urkunde unter dem Namen „Duben“. Das Auftreten von Kohle begĂŒnstigte die Entwicklung Deubens noch vor der umfassenden Industrialisierung, die abermals Arbeiter in die Gemeinde brachte. Deuben gehörte 1910 zu den grĂ¶ĂŸten nichtstĂ€dtischen Gemeinden des Deutschen Kaisserreichs.

Bis heute wird das Stadtbild Deubens von Werkhallen geprĂ€gt, einige von ihnen gibt es bereits seit mehr als einem Jahrhundert. Darunter auch die Werkhallen des grĂ¶ĂŸten Arbeitgebers in Freital, die BGH Edelstahl Freital, welche 1855 in Freital gegrĂŒndet wurde. Übrigens, in Zauckerode wurde damals ein großes Plattenbaugebiet fĂŒr die Arbeiter der BGH errichtet.

Direkt im Zentrum von Deuben befindet sich die Christuskirche, ein kleiner Park mit BĂ€nken um sie herum lĂ€dt zum verweilen ein. Durch die gĂŒnstige Lage an der Weißeritz gab es von jeher MĂŒhlen in Deuben. Ganz prominent ist da die EgermĂŒhle zu erwĂ€hnen, die heut u.a. ein Fitnessstudio und Wohnungen beherbergt. Bereits seit dem 16. Jahrhundert befand sich an Ort und Stelle der heutigen EgermĂŒhle eine MĂŒhle, die durch den heute noch vorhandenen MĂŒhlgraben versorgt wurde. Die NĂ€he zur Weißeritz war jedoch nicht nur Segen. Bei der Jahrhundertflut 2002 wurde Deuben massiv getroffen, die geschĂ€digte Bausubstanz musste grĂ¶ĂŸtenteils saniert oder sogar neu gebaut werden. In den letzten Jahren wurde das Flussbett der Weißeritz im gesamten Stadtgebiet hochwassersicherer ausgebaut.

Ganz aktuell steht jedoch nicht die EgermĂŒhle, sondern ein anderes GebĂ€ude in Deuben im Vordergrund: die alte Lederfabrik. Nachdem 1991 die letzten Erzeugnisse das IndustriegebĂ€ude verlassen haben, wurde alles bis auf das Haupthaus an der Poisentalstraße abgerissen. Das besagte Haupthaus wurde in den letzten 26 Jahren sich selbst ĂŒberlassen doch es besteht großes Interesse daran, das Areal neu zu gestalten. Aktuell werden dazu verschiedene Nutzungskonzepte erarbeitet, auch ein Abriss ist möglich.

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