1378 wurde Birkigt erstmals erwĂ€hnt, damals noch unter dem Namen „Birkech“, was so viel bedeutet wie Birkenwald oder TĂ€nnicht. Die Grundherrschaft war lange Zeit im Besitz des Ritterguts Potschappel, bis 1875 gingen die Kinder auch nach Potschappel zur Schule, bis 1898 die heutige Ludwig-Richter-Schule genutzt werden konnte.

Mit der Industrialisierung siedelten sich erste Unternehmen in Birkigt an, darunter die Faßfabrik Gliemann, spĂ€ter folgten eine Verpackungsmaschinenfabrik und ein Voltolwerk (Mineralölwerk). Nachdem vorher lediglich Bergbauanlagen des Potschappler Aktienvereins im Birkigter Gebiet lagen, entwickelte es sich nach dem Zuzug der Unternehmen zu einer Arbeiterwohngemeinde.

1907 wurde ein Personenhaltepunkt der Windbergbahn in Birkigt errichtet, er diente vor allem dem Berufsverkehr der umliegenden Fabriken. Beim Angriff 1944 (siehe unten) wurde er zerstört.

1923, also nur zwei Jahre nach der GrĂŒndung Freitals, wurde Birkigt als fĂŒnfter Stadtteil eingemeindet. Zuvor bestand Freital aus den drei GrĂŒndungsgemeinden Deuben, Döhlen und Potschappel sowie dem ersten eingegliederten Stadtteil Zauckerode.

Am 24. August 1944 wurde Birkigt innerhalb von sieben Minuten von der 486. und 487. Bombergruppe des 92. US-Kampfgeschwaders angegriffen und zerstört. Das unter dem Namen „GQ1612“ erklĂ€rte Ziel war das Mineralölwerk, welches kĂ€ltebestĂ€ndige Spezialschmierstoffe fĂŒr die Luftwaffe herstellte. Neben massiven Zerstörungen mussten 241 Todesopfer, beklagt werden, an die heute ein Gedenkstein erinnert. In einer SchĂŒlerarbeit aus dem Jahre 1949 heißt es „Die Sirene heulte Alarm. Auf einmal gab es einen fĂŒrchterlichen Krach, darauf folgten noch mehr Bomben. Auf einmal krachte es in der NĂ€he und die Sonne verdunkelte sich. Neben uns krachten die EisentrĂ€ger herunter. Der Seitenbau brach zusammen. Der Angriff dauerte nur 7 Minuten, dann war Schluss und Birkigt kaputt …“.

Das dörfliche Birkigt beherbergte ein schulhistorisches Museum, welches Ende Mai 2017 neueröffnet wird und Dienstag bis Freitag von 13-16 Uhr und Samstag/Sonntag von 10-11 Uhr besichtigt werden kann. Nachdem es jahrelang auf dem GelÀnder der Ludwig-Richter Schule betrieben wurde, ist es nun im Museum auf Schloss Burgk, also ganz in der NÀhe, zu finden.

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